News

Herz-Post:

 

Johann Kirschenhofers

reges Autorenleben

  

 

Johann Kirschenhofer beschreibt in seinem Buch den Weg eines Autoren und seine Erfahrungen mit Verlagen, Agenten und Konkurrenten. Das Buch ist schnörkellos und ehrlich aber charmant und mit Witz geschrieben. Der Autor hat die Tücken des Schreibens aufgezeigt ohne mit dem Finger zu zeigen. Einfach, wie es ist. Ich habe das Buch mit Vergnügen in einem Zug durchgelesen, was bei mir eher selten vorkommt. Es ist ein sehr lesenswertes Buch für Jungautoren oder solche, die es noch werden wollen. Ich bin durchaus gespannt auf seine weiteren Erfahrungen, die er hoffentlich wieder zu Papier bringt.

Autoren Challenge Januar 2017 - Autorenwahnsinn

 

Louise Bourbon

 

die Autoren Challenge 2017

 

 

 

Rückblick auf das Schreibjahr 2016

 

 

Hier gibt es einen Einblick in die Autoren Challenge 2017 mit Louise Bourbon. Es ist doch immer interessant, miterleben zu können, wie es hinter den Kulissen bei den Autoren so läuft. Louise Bourbon veranschaulicht das auf ihre unnachahmliche Weise.  Ein Buch zu schreiben braucht Herzblut, da es wahnsinnig viel Arbeit macht, bis der Leser ein gutes Ergebnis bekommt.  Nur, mit dem Schreiben allein ist es nicht getan. Louise erklärt das ihn ihrem Blog wunderbar und natürlich mit ihrer ganzen Leidenschaft. Viel Spass beim Lesen!

 

Federfarbenfees neues Kapitel

 

Am Anfang war Lila

 

Das ist der Blog-Roman, den man unbedingt gelesen haben muss.  Er ist spannend, geheimnisvoll und gruselig. Irgendwie!! Und das neue Kapitel ist da.  Das musste ich einfach loswerden.  Klickt auf das Bild und ihr seid direkt im Kapitel.

 

Echt jetzt... Wer sind sie?

Telefongespräche am Morgen sind nicht mein Ding. Schon gar nicht wenn... 

 

Mit klick aufs Bild zur Geschichte!

Echt jetzt... Eine Schweizer Bürokratieblüte

Mit Klick aufs Bild zur Geschichte!

Leseproben meiner Lieblingsautoren

Mit grossem Stolz darf ich euch nun die Leseproben meiner Lieblingsautoren vorstellen. Einige haben bereits Bücher veröffentlicht wiederum andere schreiben Blogromane oder Bloggeschichten. Es sind alles wundervolle Texte, die mir sehr gefallen und die ich jeweils verfolge, respektive die Bücher lese. Deshalb möchte ich sie auch gerne präsentieren.  Es ist mir eine Ehre, euch die Autoren hier zeigen zu dürfen.  

 

 

Leseproben

 

 

Ganz liebe Grüsse

Alex

  

Federfarbenfee - das neue Kapitel ist da!

Das neue Kapitel von Federfarbenfee ist da!

 

 

 

Der sehr lesenswerte Blogroman!!!

Am Anfang war lila

 

Mini-Krimi - Verbrannt!

Erschüttert standen die Hausbewohner auf der Wiese, als der Zinksarg langsam an ihnen vorbeirollte. Trotz der Wärme des Spätsommers fror Rosie. Sie zog ihre Jacke enger um die Schultern .

Hanna war tot! Die Mieter schauten der Prozession schockiert hinterher. Die Räder unter der Metallkiste rumpelten laut auf den Pflastersteinen, so als stimmten sie einen Totengesang an. Rosie zückte ihr Taschentuch. Tränenverschleiert beobachtete sie, wie Hanna mit dem Leichenwagen auf ihre letzte Reise ging. Dann quietschte die Haustür erneut. Der Veterinär trug die schwer verletzte Mieze der Verstorbenen aus dem Haus. Das Tier erlitt starke Verbrennungen, konnte jedoch gerettet werden. Für Rosie ein kleiner Lichtblick am dunklen Horizont. Leise schluchzend wollte zurück in ihre Wohnung, doch die Hausgemeinschaft musste ausharren. Die Staatsgewalt stellte allen ausdauernd die obligaten Fragen. Rosie fand diese Quälerei unnötig. Schliesslich widerfuhr Hanna ein Unfall. Weshalb war die Polizei überhaupt hier?

 

Kommissar Walter Müller überdachte die Aussagen der Bewohner. Hanna Maler briet in ihrer Küche Speck. Laut der Nachbarn machte sie das im englischen Stil. Das heisst, die Pfanne war randvoll mit Öl, so dass das Zeug darin schwamm. Während des Kochens schien ihr die Katze zwischen die Füsse gerannt zu sein. Frau Maler zählte über achtzig Lenze und stand zittrig auf den Beinen. Das Tier brachte sie mit dem Angriff offensichtlich zu Fall. Das alleine war für Walter Müller noch nicht erstaunlich. Aber wie der siedend heisse Bräter zielgenau auf dem Kopf der Gestürzten landete und das Opfer bewusstlos schlug, erstaunte ihn. Der Fallwinkel mutete merkwürdig an. Wie kam das kochende Fett danach in den geöffneten Mund der Rentnerin? Der Kommissar schüttelte sich. Die Dame erlebte einen äusserst grausamen Tod. Riss die Fellnase die Bratpfanne ebenfalls herunter? Denn massiven Verbrennungen nach zu urteilen musste es so gewesen sein. Er studierte wiederholt die entsetzten Mienen der Hausbewohner. Einige erhaschten einen Blick auf das komplett verbrannte Gesicht der Getöteten, als der Arzt die Frau untersuchte. Daher waren die Herrschaften kaum in der Lage, brauchbare Zeugenaussagen abzugeben. Seufzend hakte der Polizist das Geschehen vorläufig als Unfall ab.

 

Erleichtert hastete Rosie in ihre Wohnung zurück. Dort trat sie lächelnd ans Fenster. Von hier aus konnte sie direkt in Hannas Küche schauen. Es gab keine Vorhänge, da die Nachbarin zu Lebzeiten gerne alle und alles beobachtete. Mit dieser Taktik klaute sie ungestraft die Post, um sich ihrer grenzenlosen Neugier zu widmen. Rosie reckte den Hals. Der Fettfleck glitzerte auf dem Linoleum wie tausend Perlen. Neben dem Speck, der immer noch auf dem Boden lag, schimmerte Blut. Die alte Dame setzte ihre Brille auf und starrte nochmals in die Unglücksküche. Es war so einfach gewesen. Das Tier rannte begeistert dem Punkt hinterher. Erst holte das Vieh Hanna von den Füssen, dann sprang es auf den Pfannenstil, um das Licht zu erwischen. Rosie zog die Schublade des Küchentischs heraus. Zärtlich streichelte sie den einzigen Gegenstand darin. Ihren Laserpointer. Es war herrlich, wie die Katze sich damit zielgerichtet hatte führen lassen.

Mini-Krimi - Unsichtbar

Quietschend rollte der Medikamentenwagen durch die schummrig beleuchteten Gänge. Die Patienten des Pflegeheimes schliefen endlich. Ruhe kehrte langsam ins Haus ein.

Müde schob die Pflegerin Monika das Wägelchen von Zimmer zu Zimmer, um die letzten Tabletten zu  erteilen. Ihre Hände zitterten vor Erschöpfung, als sie dem gebrechlichen Herrn Sager den Becher hinstellte. Der Medikamentenverweigerer schnarchte demonstrativ die Wand an. Wie immer, würde er das Zeug  wegschütten. Er traute weder den Ärzten noch dem Pflegepersonal.

 

Monika schlurfte seufzend in die Küche, um den verdienten Kaffee zu trinken. Den brauchte sie dringend. Der

Tag war anstrengend gewesen und sie fühlte sich seit dem Essen merkwürdig. Wahrscheinlich hatte sie irgendeinen Virus erwischt. Sie nippte gedankenverloren am kärglichen Rest der lauwarmen Brühe. Die Gedanken rotierten im Kopf. Sie wusste, dass sie zu alt für den Job war. Ihre Energie reichte selten bis zur Hälfte des Arbeitstages. Das lag auch an den Einsparungen beim Personal. Trotzdem musste sie durchhalten, da sie mit ihrem Jahrgang keinen Job mehr fand.

 

Die Krankenschwester lehnte sich gerade gemütlich zurück, als einer der Patienten die Notfallklingel betätigte. Erschrocken schoss Moni in den Gang. Rot blinkte die Zimmernummer 305 auf der Tafel auf. Es war die Giftnatter, die sie wieder ärgern wollte. Wütend zog die Pflegerin eine Injektion auf. Es war jeden Abend dasselbe. Kaum machte sie Pause, störte sie dieses elende Weib mit Absicht. Grimmig stürmte Monika ins Zimmer der Pflegebedürftigen. Heute würde diese Quälerei ein Ende haben.

 

Frau Hugentobler sass hämisch grinsend auf dem Bett, den Finger auf der Klingel. Die Schwester packte grob den Arm der Dame. Entsetzt zuckte die Alte, verlor das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Panisch robbte sie auf den Knien davon. Aber die Krankenschwester war schneller. Sie versuchte, das Mittel der Flüchtenden in den Hintern zu jagen. Doch Monika kam nicht mehr dazu. Ein  Schwindel erfasste sie, der sie beinahe von den Füssen riss. Die Nadel verfehlte die kriechende Kranke.

Die Betreuerin starrte verwirrt auf ihre Hand, die in Wellen zerfloss. Alles schien zu schmelzen, die Farben der Umgebung verschwammen. Die Frau liess die Spritze fallen. Auf dem Parkett öffneten sich willkürlich Krater, die sie zu verschlingen drohten. In weiter Ferne sah die Krankenpflegerin die offene Zimmertür. Mit letzter Kraft wankte sie darauf zu.

 

Rosie Hugentobler stand frierend im Gang. Vor ihr lag die Pflegerin, die über dem Medikamentenwagen zusammengebrochen war. Der Krach alarmierte die Nachtwache, die sofort den Arzt holte. Der kam jedoch zu spät. Monika lag inzwischen, mit starren Augen, tot auf dem Boden. Die Angestellten wieselten hektisch herum, um die Leiche möglichst schnell wegzuschaffen. Inmitten des Gewühls tappte Rosie in die Küche und tauschte Monikas Thermokaffeebecher gegen ihren aus. Beide waren identisch.

 

Unsichtbar, von niemandem beachtet, watschelte die alte Dame ins Zimmer zurück. Die Betagte wusch die

Medikamentenreste aus der Tasse, um sie dann frisch poliert auf ihr Nachttischchen zu platzieren. Es war so einfach gewesen. Zum Glück verweigerte ihr Nachbar, Herr Sager, seine Pillen. Gut greifbar warf er sie jeweils in den Abfalleimer.

Glücklich legte sich Rosie ins Bett. Monika würde ihr nie wieder eine Beruhigungsspritze reinhauen, um sie ruhig zu stellen. Nie wieder!

Fantasy - Paul und Felix - Das Grab von Le. Alex Sax

 

 

Das Grab

 

von

Le. Alex Sax

 

Felix stand neben der schluchzenden Lolly im warmen Gras und wusste nicht wohin mit seinen Pfoten. Etwas unbeholfen strich er mit seinem buschigen Schwanz über ihren Rücken, um sie zu trösten. Das misslang jedoch gründlich. Seine Freundin schniefte weiter vor sich hin und beachtete ihn gar nicht. Felix konnte ihr das nicht verdenken. Ihm flossen die Tränen selber ins Fell, so dass er verlegen immer wieder nachleckte. So ging es auch den anderen Katzen, die im Kreis um eine Gummimaus sassen und betreten Löcher in den Boden starrten. Traurig betrachtete Felix die zerkaute Maus. Wie oft hatten sie damit gespielt und Spass gehabt. Und nun war sie das Einzige, was von seinem besten Freund übrig geblieben war.

 

Sie sassen alle an seinem Grab und hingen ihren Gedanken nach. Felix fragte sich immer noch, warum er ihm nicht gesagt hatte, dass er auf eine Pilgerreise nach Ägypten gefahren war. Er hätte ihn doch so gerne begleitet um Bastet, der Katzengöttin zu huldigen. Und nun? Die Gummimaus lag auf einem leeren Grab, denn er war nicht zurückgekommen. Gefressen! Irgendwas hatte ihn einfach verzehrt und geschluckt. Mit nassen Augen starrte Felix in die Luft. Wo war Bastet gewesen, als Paul starb? Nicht einmal seine Leiche war hier. Nur die Maus lag in der Sonne und schmorte einsam vor sich hin.  


Mit gebeugtem Kopf sassen die Katzen immer noch schweigend da, als die Dämmerung langsam hereinbrach. Felix richtete sich auf, streckte seine eingeschlafenen Vorderbeine und machte sich auf den Weg. Die anderen taten es ihm gleich und verschwanden in die Büsche. Sie hatten Hunger. Die Jagdzeit hatte begonnen. Felix trottete langsam über die Wiese und war sich bewusst, dass er ab jetzt alleine jagen musste. Immer schneller setzte er eine Pfote vor die andere, als er ein Pfeifen hörte. Irritiert sah er sich um. War Lolly noch im Gebüsch und schniefte weiter? Aber er konnte sie nicht riechen. Überhaupt konnte er keine Katze mehr riechen. Was machte bloss dieses Geräusch? Vorsichtig duckte er sich und schlich auf leisen Pfoten über die Wiese. Das Pfeifen kam von oben! Er stutzte und sah in die Luft, aber es war schon zu spät.  


Sie stürzten auf ihn ein und bissen ihn von allen Seiten. Der Schwarm war so gross, dass Felix nur noch Dunkelheit vor den Augen hatte. Er holte mit der Pfote aus und erwischte gerade noch einen Katzenvampir, eher der ihn beissen konnte. Pfeifend drehte der wieder ab, nur um anderen Platz zu machen. Felix nutzte die Pause, und raste davon, was sein alter Katzenkörper noch hergab. Panisch hetzte der durch die Wiese, die Meute hinter sich im Anflug und den Hügel hinauf. Er rannte einen Slalom um die Bäume, um es seinen Verfolgern schwerer zu machen, ihn zu kriegen. Befriedigt hörte er ab und zu ein Plopp, wenn wieder eine der fliegenden Katzenblutsauger in einen Baumstamm donnerte. Aber sie gaben nicht auf. Sie waren zwar noch jung und unerfahren, aber sie hatten genau deshalb Ausdauer und griffen immer wieder an. Felix zuckte zusammen, als es einem der Viecher gelang, ihn in den Schwanz zu zwicken. Entsetzt hechelte er noch schneller auf die Anhöhe und auf das Haus zu, das oben stand. Kaum war er oben, erkannte er auch schon seinen schrecklichen Irrtum. Er stand direkt vor dem Haus von Louise und Louis und ihrer Tochter Marie Anne. Er war direkt in die Höhle des Löwen gejagt worden. Die Vampirkatzen kreisten über ihm und liessen ein vergnügtes Schnurren hören. Sie waren sich ihres Opfers jetzt sehr sicher. Felix schwitzte leicht unter seinem Fell. Sie hatten Recht. Der Rückweg war ihm abgeschnitten. Ihm blieb nur noch der Weg über Marie Annes Aussenpool mit den Vampirhaien. Nervös rannte er weiter auf das Wasser zu, dass bereits vor ihm glitzerte. Die Meute über ihm verfolgte ihn weiter, machten sich aber nicht mehr die Mühe, ihn anzugreifen. Mit dem letzten Mut sprintete Felix auf das Sprungbrett und hoffte, mit genügend Anlauf, auf die andere Seite springen zu können. Er war voll im Galopp und schon fast am Ende des Brettes, als er jemanden seinen Namen rufen hörte. Die Stimme liess sein Fell sträuben und vor lauter Schreck verpasste er den Absprung. Felix merkte nur noch, wie er durch die Luft segelte und schnell der Wasseroberfläche näherkam. Verzweifelt drehte er sich um, damit er wenigstens einen der Haie erwischte, bevor sie ihn zerfleischen würden. Sein letzter Gedanke galt der Stimme, die ihn gerufen hatte, dann war er schon fast auf dem Wasser. 


Felix landete in einem Blütenmeer, das sofort seine empfindliche Nase reizte. Er musste so heftig niesen, dass er sich auf sein Hinterteil setzte.   «Danke mein Lieber, musst Du mir mitten ins Gesicht pusten?»   Diese Stimme! Felix riss die Augen auf und starrte direkt auf Paul, der vor ihm sass und wie er bis zum Hals in Blüten steckte.


«Paul! Ich dachte, du seist tot! Wie kommst Du hierher und warum?»

 

Felix war so glücklich, dass er ihre Situation vergass und Paul den ganzen Kopf ableckte. Der gab ein entrüstetes Miauen von sich und duckte sich unter die Blütenblätter. Felix war wieder einmal sehr unmännlich.   «Ach, das war ein Hochstapler, der gefressen wurde. Eine von Richelieus Mistkatzen. Der weine ich jedenfalls keine Träne nach. Aber wir haben jetzt andere Probleme. Wie du siehst, hat mich Louis erwischt und in den Fütterungskorb der Haie geworfen.». 


Ratlos blickten sich die Freunde an, denn sie schwammen inzwischen mitten auf dem Pool. Um sie herum tobte das Wasser und überall waren kleine Haifischflossen zu sehen. An ein Entkommen war nicht zu denken. Und dann fing das Knabbern an. Paul schaute auf den Korbboden und sah kleine spitze Zähne, die genauso kleine Löcher in den verputzten Korb nagten. Das Wasser kam zuerst tröpfchenweise und floss dann immer schneller herein. Die beiden Katzen hoben im Takt ihre Pfoten, wurden aber trotzdem immer nasser. Als das Wasser schon fast an ihrem Bauch war, fing der Korb an zu sinken. Die Fische tobten begeistert, weil sie ihr Futter schon rochen. Paul und Felix hielten einander fest und warteten stumm auf ihr Ende. 


Der Korb war schon so weit gesunken, dass nur noch die Köpfe der beiden Katzen aus dem Wasser ragten. Die Vampirhaie zogen ihre Kreise immer enger um ihr Futter und waren bereit zu zuschlagen. Der erste Hai brach aus dem Kreis aus, riss sein Maul mit den langen Fangzähnen auf und wollte zubeissen, als der Himmel schwarz wurde und ein lautes Pfeifen ertönte. Dann spürten Paul und Felix Krallen an ihrem Genick und schon flogen sie durch die Luft. Beide hingen erstarrt in den Fängen der Vampirkatzen. Felix versagte vor lauter Angst die Blase und ein zartes Urinbächlein schwirrte durch die Luft.  


Der Aufprall am Boden war hart. Die Vampirkatzen hatten Paul und Felix auf einer Waldlichtung fallen lassen. Paul rieb sich gerade die Nase, die er sich im Dreck gestossen hatte, als das Pfeifen wieder lauter wurde. Direkt vor ihnen landete die grösste Vampirkatze und starrte sie böse an. Nass und zitternd vor Angst starrten Paul und Felix zurück. Hätten sie doch nur die Haie gefressen, dann wäre es jetzt vorbei gewesen.  
«Hört auf zu zittern ihr Memmen. Wir fressen euch schon nicht.»
Die Katze leckte demonstrativ an ihrer Pfote und liess dabei ein schmatzendes Geräusch hören. 
«Nur zu eurer Information, wir saugen junge Frauen aus. Ihr schmeckt uns einfach nicht.»
«Warum habt ihr uns dann gerettet?», fragte Paul irritiert. 
Die grosse Katze hatte sich schon umgedreht, bequemte sich aber doch noch zu einer Antwort. 
«Also ich hätte euch absaufen lassen. Aber die Zwillinge wollten das nicht.» 
Dann drehte er sich ganz um und flog davon. Ängstlich hob Paul den Kopf und sah, dass zwei junge Vampirkatzen heran flogen. Sie landeten direkt vor seinen Pfoten. Eine Weile war es still. Dann bewegten sich die beiden auf Paul und seinen Freund zu, die zurückzuckten.  
Aber ein kleiner Vampir hob nur die Pfote und strich Paul sanft über die Nase. 
«Hallo Papa», piepsten die beiden.  
Felix stand neben dem völlig erstarrten Paul und konnte sich ein Lachen nicht mehr verkneifen. War der alte Schwerenöter also doch nicht kastriert. Wer hätte das gedacht. Also deshalb war Bastet nicht aufgetaucht.