Wer bin ich...

 

 

Bild: John Steven Konstantin

 

Mein Name ist Le. Alex Sax und ich schreibe schon ewig. Das grosse Thema war und ist die Inspiration. Vor allem, weshalb sie nie das tut, was sie soll. Als Muse taugt sie jedenfalls wenig, wie ich im Verlaufe vieler Gelegenheiten feststellen durfte. Das hängt wohl eher damit zusammen, dass ich Unsinns-Gene im Übermass geerbt habe. Da hat es selbst die Inspiration schwer, wenn sie seriös daherkommen will.

In meinem ersten Buch geht es um Lorais Geschichten. Es sind wahre Ereignisse, egal, wie unglaublich sie klingen. Aus diesem Grund existiert kein Foto von mir, denn die beschriebenen Personen leben noch. Wenigstens die Meisten. Das wäre also leicht ungünstig und dazu absolut peinlich für mich. Trotzdem möchte ich meiner Fantasie freien Lauf lassen. Deshalb bin ich schriftlich gerade zart am Morden. Zugegeben, hier gibt es den einen oder anderen realen Hintergrund. Meist ist allerdings nur der Wunsch der Vater des Gedankens.

Momentan arbeite ich an einer 70-jährigen rheumageplagten Mörderin. Ja, alte Menschen können effizient sein. Sie bringt jedenfalls ihre Opfer gekonnt unter die Erde. Dann ist da die Vampirin Louise mit Ehe- und Erziehungsproblemen. Ja, sie hat ein ekelhaftes Kind. Ist sie da die einzige Mutter?

 

Täglich kommen mir neue Geschichten in den Sinn, die der Planet nicht braucht, ihn jedoch um einiges witziger macht. Doch reicht das? Wer viel redet, schreibt auch viel. Da hat sich seit meiner Kindheit wenig verändert. Deshalb blogge ich, um rauszuhauen, was mir einfällt. Der Werdegang des eigenen Buches wäre da inhaltlich der natürliche Lauf der Dinge gewesen. Allerdings gibt es genug talentierte Schreiber, die das bereits ausgezeichnet erledigen. Die Welt hat in der Beziehung also kaum auf den nächsten Enthusiasten gewartet. Aber das ist ein anderes Thema. Bald wusste ich dank der Mini-Storys, dass ich kleine und sagen wir, boshafte Alltagsgeschichten kreieren wollte. Der Wahnsinn des Daseins sollte in den Äther posaunt werden. Schliesslich setzt sich meine Protagonistin Lorai nie ins Fettnäpfchen, sondern gleich in die Fritteuse. Dieser Umstand hat leider keinen guten Einfluss auf die Qualität des Textes. Da ich wie Lorai bin und dementsprechend nichts normal tun kann, spiegelt sich die Haltung ebenfalls in den Geschichten wieder. In der Folge fand mal eine Leserin, ich scheine zum Suizid zu neigen. Köstlich, wenn es doch nur mehr solch bezaubernder Kritiken gäbe! Die leichte Ironie ist erkennbar. Meine Blogs, genannt Minis, sammle ich fleissig auf der Homepage, um sie der geneigten oder auch nicht geneigten Leserschaft unterzujubeln.

 

Damit ist mein Leben beinahe erzählt. Ich habe die Inspiration immer im Kopf gesucht. Bis ich dann feststellte, dass die reale Welt nie ist, wie sie scheint und somit grundsätzlich die grösste Offenbarung liefert. Man muss nur genau hingucken, schon umzingelt einen der Wahnsinn. Gut, dafür sind hauptsächlich meine Hirnzellen verantwortlich. Aber darauf möchte ich jetzt nicht eingehen. Seitdem bringe ich jedenfalls dieses Chaos in Buchstabenform an die Luft. In diesem Sinne wünsche ich allen viel Glück und Spass beim Hinschauen. Findet die Inspiration.