Lorais Leseprobe - Götterdämmerung

 

«Ich bin Peter!», tönte es vom Treppenabsatz herauf.

«Aha!» Mehr fiel ihr nicht ein, weil der Sauerstoff im Gehirn fehlte.

Ihr Date schlich gebeugt weiter. Er guckte wie ein geschwächter Vampir, der willige Opfer suchte. Lorai fand, selbst ihr Grossvater hatte auf dem Totenbett frischer gewirkt. Nur, dieser Mensch hier lebte noch. Leider! Ein kurzes Tschüss hätte sie gerettet. Stattdessen lächelte sie den Wicht mitleidig an.  

Die schräge Gestalt zelebrierte begeistert eine Verbeugung und bot seiner Verabredung galant den Arm dar. Lorai erinnerte das an ein groteskes  Theaterstück. Widerwillig folgte sie der Karikatur und überlegte, ob sie ihn jetzt oder erst später erschlagen sollte.

 

 

***

 

»Männer töte ich nicht von Hand, Peppi! Es gibt da andere Möglichkeiten, Herren in den Wahnsinn zu treiben.«

»Ach, geht es um eine deiner niedlichen Geschichten, die du zwingend loswerden musst? Vorher will ich aber noch wissen, weshalb du nach Schuppen gesucht hast!«

»Ich sage es mal so, wenn du mit einer Schuppenforelle im Bett liegst, fühlst du dich wie ein Teig, der auf Mehlausgerollt wird. Egal, machen wir mit den Männern weiter.«

 

 

 

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