Leseprobe Katharine Loster - Maxl-Alex

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Maxl bekam Gänsehaut. Vor Aufregung wurde ihm ganz schwummrig, aber tapfer schlich Maxl weiter. Ein riesiger ausgehöhlter Baumstamm lag halb verdeckt von Gestrüpp im Gras. Sonst konnte Maxl nichts sehen. Vorsichtig lugte er hinter einem Fliegenpilz hervor. Er war ja nicht blöd, er wollte zwar ein Abenteuer erleben, aber nicht von einem Monster gefressen werden. Er konnte nichts sehen, aber er hörte ein wildes Knurren und Scharren. 
„Was könnte das wohl für ein Ungeheuer sein, da vorne im Baumstamm?“, überlegte Maxl. Ein Drache wohl doch nicht. Maxl hatte zwar noch nie einen Drachen gesehen, konnte sich aber nicht vorstellen, dass ein Drache in einem Baumstamm Platz hätte. 


… Grmschmalz – schlrfz – pfzschm-rrrrrrrrschmtz …


Die Geräusche wurden immer gruseliger. Dem Geräusch nach zu urteilen, könnte es das Grusel-äh Grummelmonster aus dem Märchenbuch sein, aus dem seine Mutter ihm immer vorlas. Verflixt, er hatte seinen Bärentöter zu Hause unter seinem Bett vergessen. Suchend blickte er sich um und schnappte sich schnell einen dicken Ast. Das Herz klopfte ihm bis in den Hals hinauf.


 Maxl holte tief Luft, sprang hinter dem Fliegenpilz hervor und stürmte – mit dem Stock vor sich hin fuchtelnd – in das Dunkel des Baumstammes hinein. „Ergib dich, Grusel-äh-Grummelmonster, sonst muss ich dir wehtun!“, rief Maxl laut.
... Pfchz bäng wusch tusch pam paff und … pardauz – Maxl knallte mit dem Kopf an die Innenwand des Baumstammes. Da lag er nun auf dem Rücken und Sternchen tanzten vor seinen Augen. 


Er zwinkerte mit den Augen und im Halbdunkel erblickte er es … das Monster. Na ja, eher die furchterregende Schnauze des Grusel- äh-Grummelmonsters. Starr vor Schreck hielt Maxl den Atem an. Schlfpfz – plitsch fiel etwas Schlabbriges, Glitschiges auf sein Gesicht! Iiiiiiii – igittigitt, eine weiße Made wuzzelte sich über seine Nase. Maxl schüttelte sich vor Ekel, schnell schloss er die Augen. 


… Schlrfz – schmatz … etwas schlabberte über sein Gesicht. Dann war die Made wieder weg. „Igitt“, jammerte Maxl. Ganz vorsichtig öffnete er das linke Auge – „Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaah“, das Grummelmonster war immer noch da.


Eine freundliche, weiche Stimme fragte: „Maxl, bist du das? Schmatz, schlürf!“ „OOOh“, sagte Maxl und öffnete auch das zweite Auge. „Oma Constanze Igel – was machen Sie denn hier?“, fragte Maxl mit zittriger Stimme. „Also, Maxl, alles, was recht ist, die Frage ist doch wohl eher, warum du mit einem Stock auf mich losgehst!“, sie blickte kopfschüttelnd über den Rand ihrer kleinen, goldenen, runden Brillengläser auf Maxl hinunter. 


„Du hast Glück gehabt, dass ich dich im Schreck nur mit der Schnauze umgestoßen habe, stell dir vor, ich hätte mich eingerollt und auf dich raufgekugelt. Ich hätte dich mit meinen Stacheln ernsthaft verletzen können! Maxl, du solltest es besser wissen, als dass du harmlose Igel erschreckst!“ Ihre großen schwarzen Knopfaugen blickten ernst und sie hatte einen grummeligen Gesichtsausdruck. 


Oma Igel sah auch ein wenig lustig aus, denn Maden, Würmer und Käfer hingen auf ihrer Schnauze und aus ihren Mundwinkeln. Sie schleckte sich ganz genüsslich das Maul. 


„So ein gutes Essen hatte ich schon lange nicht mehr“, meinte sie, gähnte, und während sie noch ein bisschen in den am Boden liegenden Blättern herumscharrte, machte sie es sich zum Schlafen bequem. 


Sie gähnte noch einmal und brummte müde: „ Maxl, was sollte denn jetzt dieser Unsinn ...?“ Kleinlaut entschuldigte sich Maxl: „Es tut mir ja so leid, Oma Constanze Igel, ich bin auf Abenteuersuche und dachte, Sie wären das Grummelmonster.“ „Grummelmonster? Was soll das


denn sein, davon hab ich noch nie gehört! Ein Abenteuer willst du erleben? Dann such doch die blaue Zauberblume!“


Maxl runzelte die Stirn und dachte bei sich, dass er sich unter einem Abenteuer schon etwas anderes vorgestellt hätte, als eine Blume zu suchen. Aber er gab sich einen Ruck und fragte Oma Constanze Igel: „Was kann denn diese Blume und wieso muss man sie suchen? Ist sie verloren gegangen und wie sieht sie aus?“

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