Lyrik Le. Alex Sax - Franny

 

 

Die Vampirin Louise - Franny

 

 

Still und wallend flieht die Nacht,

schwarz lebt in ihr die Macht.

Schneller grausamer Tod im Serail,

so unerwartet schnell in Louises Versailles.

 

Das Kind es schreit und Hunger spürt,

der Schatten seine Angst nur schürt.

Kalt es am Boden erstarrt,

in Angst gefangen, dem Tode harrt.

 

Der kleine Körper steht vor Gericht,

damit der Tod das Kind umarme in Pflicht.

Ebenso wird die Kindesmutter darben,

aus ihr entstanden diese Narben.

 

Seinen Körper im Verlies zerstört,

nur seiner Mutter Ohr dies hört.

Des Kindes Schatten fordert seinen Preis,

legt sich über sie, kalt wie Eis.

 

Die Gewalt donnert wie die Gischt,

das Kindesleben endet und erlischt.

Die Mutter ist nun ohne Herz,

so löschte der Tod auch ihren Schmerz.

 

Einer Verschwörung zum Opfer gefallen,

Johns Fanfaren immer noch schallen,

sind Mutter und Kind im Versteck,

alsbald zerfallen zu Staub und Dreck.

 

Merlinea, der helle Geist der Stunde,

spricht nicht mit ihrem Munde.

Sie streut die Saat und lenkt die Macht,

damit ihr gehorche die dunkle Nacht.

 

Louise dem König sehr ergeben,

erschütterte das schwere Beben.

Die Brut nun tot im Grabe liegt,

des Königs Blut hatte gesiegt.