Lorais Interview mit Königin Louise

Diese Seite enthält Werbung in Form von Rezensionen, Verlinkungen , Empfehlungen oder Links auf Verkaufsportale, die im Text oder in Bildern hinterlegt sind.

 

 

 

Interview mit  der Sonnenkönigin

 


Protagonist aus «Die Sonnenkönigin – Die vergessene Königin»

 

von Louise Bourbon

Ort: Versailles im Geiste

 

Interviewerin: Mademoiselle Lorai,

Protagonistin aus «Lorai»

von Le. Alex Sax

 

 

Lorai: Ihre Majestät, ich darf mich vorstellen. Ich bin Lorelay Hugentobler und ich stamme aus dem Buch «Lorai» von Le. Alex Sax. Ihre Autorin Louise Bourbon wünscht, dass ich Ihrer Majestät Fragen stelle. Wie Sie vielleicht wissen, wurde ein Buch über Sie geschrieben und ich möchte zur Erhellung Ihrer Person die Fragen stellen. Ihr Gemahl, König Louis XIV war bereits so frei. Ich hoffe, ich erhalte dazu Ihr Einverständnis und Sie gestatten dies. 


Königin: Mademoiselle, Salut, seid gegrüßt. Oh da kann ich leider nicht direkt zusagen, da muss ich erst meinen Gatten fragen. Ha, diese Antwort erwartet man in der heutigen Zeit wohl, nicht wahr? In diesen modernen Zeiten scheint man zu glauben, wir Damen hätten keinen eigenen Willen besessen. Ich glaube durchaus, dass ich einen habe. Nun denn: enchantée, Mademoiselle. Ich gestatte. Meine Autorin, die liebe Louise Bourbon, hat die Feder quasi schon angespitzt, um meine Antworten aufzuzeichnen. Und sich mit genügend Rotwein versorgt. Und Schokolade. Ich bin entzückt, dass auch sie diese Vorlieben teilt.


Lorai: Herzlichen Dank für die Mitarbeit. Ich freue mich, dass Eure Majestät mir diese Gunst gewähren.


Königin: Avec plaisir, Mademoiselle.


Lorai: Sie wurden durch die Geschichtsschreibung versteckt. Noch kennen wenige Ihren Namen und Ihre tatsächliche Funktion, die Sie damals hatten. Weshalb denken Sie, übernimmt selbst die aktuelle Geschichtsschreibung die Tatsachen von damals und sucht nicht die Wahrheit?


Königin: Wenn sie die Tatsachen übernehmen würde, wären wir schon einen Schritt weiter. Warum man nicht die Wahrheit sucht? Nun, ich bin unbequem. Wisst Ihr, es kommen viele Umstände zusammen. Dass ich vor meinen Widersacherinnen die Erde verlassen musste, war eine Sache. Dass wir gewisse Geheimnisse über unseren Tod hinaus gehütet haben, eine andere. Oh, Ma chère, es ist noch längst nicht alles enthüllt, Madame Bourbon hier wird noch einiges zu schreiben haben. Der spanische König, beispielsweise, den ihr unter dem Namen Felipe V kennt. Er gilt noch immer als Enkel des Königs, wie ich hörte. Er ist es nicht. Er ist unser Sohn. Und dieses Wissen würde die spanische Geschichte über den Haufen werfen. Mein Gatte forderte den spanischen Thron offiziell für seinen Enkel und leitete den Anspruch aus seiner ersten Ehe ab. Sagen wir es, wie es ist: dieser Anspruch ist nicht gültig, wenn bekannt ist, dass der erste spanische König aus dem Hause Bourbon unser Sohn ist. Und wie ich weiß, sitzen seine Nachfolger noch immer auf dem spanischen Thron. Muss ich noch mehr erklären? Und: vergesset nicht, dass die Dame aus der Pfalz und ihr Sohn mich hassten. Sie gaben sich als erstes Mühe, die Wahrheit zu vertuschen. Und Louis XV hatte solche Angst vor der Wahrheit, dass er ebenfalls seine Hand gab, einen Teil der Geschichte zu vernichten. Er hätte sonst zwei weitere Tatsachen eingestehen müssen: die Erpressung, die man meinem Gatten und mir aufzwang, und die Abstammung meines Mannes. Diese wurde übrigens nach der Revolution, als man den korsischen Möchtegern in seine Schranken gewiesen hatte, erst recht unterdrückt. Louis XVIII tat alles, um die Rückkehr der Bourbonen nicht zu gefährden. Doch er wusste es. Er wusste es ganz genau, ebenso wie sein Bruder. Es hat immer, in jeder Generation, Überlebende gegeben, die die Geheimnisse kannten. Immer. Bis heute. Wisst Ihr, Menschen sind merkwürdig. In Frankreich gibt es zu meinem großen Bedauern keine Monarchie mehr, aber mein Gatte ist, soviel ich hörte, noch immer recht bekannt. Das ist auch gut und richtig so, er hat über 70 Jahre seines Lebens seine Seele für dieses Land gegeben. Diesen Respekt sollte man ihm zollen. Doch wie würde man auf seine Abkunft reagieren? Mademoiselle, für mich ist es gleichgültig, wessen Blut in seinen Adern fließt. Es war und ist es. Er ist gesalbt und geweiht, damit ist er König. Doch vielleicht hat man Angst, dass dieses Wissen sein Ansehen schmälern könnte. In meinen Augen kann dieses Wissen nur zum Gegenteil beitragen.


Lorai: Wenn Sie heute in Versailles wandeln, wie denken Sie über die Touristen, die in Ihrem zu Hause herumlaufen? 


Königin: Der König, mein Gatte, hätte in seinem Testament so etwas verfügen sollen wie: lasst die Finger von diesem Schloss. Denn gar schrecklich sind die Umbauten anzusehen. Eine solche Menge an Gold hätte mein Gatte als neureich empfunden. Silber oder Bronze waren ihm angenehmer. Vieles dort ist leider nicht mehr wie zu unserer Zeit. Das bedaure ich, und es macht mich traurig. Die Touristen. Das ist eine gute Frage. Es ist mir natürlich bewusst, dass es notwendig ist, dieses Schloss zu unterhalten, und dazu sind wohl auch diese Besichtigungen gut. Aber es tut mir weh, zu sehen, wie achtlos die Menschen hindurchspazieren. Sie sehen nicht, was wir gesehen haben. Wisst Ihr, gegen Abend fing die Galérie des Glaces die ganze Schönheit des Sonnenlichts ein, gab sie durch die Spiegel und das glitzernde Wasser zurück. Man fühlte sich wie in einem Kaleidoskop. Voller Licht und Wärme. Dieses Schloss, Versailles, es wird für uns immer etwas ganz Besonderes sein. Es war das Schloss unserer frühen Begegnungen, wenn wir der Welt entsagen und uns zurückziehen wollten. Dieser Ort ist in Liebe und mit Liebe erschaffen worden. Ich glaube, dass er das immer noch ausstrahlt.


Lorai: Waren Sie in Ihrer Zeit als Sonnenkönigin jemals ausserhalb Frankreichs?


Königin: Ja, natürlich! Mehrmals sogar, auch vor meiner Eheschließung. Zum einen bin ich natürlich mehrfach meinem Gatten an die Fronten gefolgt. Schließlich ist es nicht gut, wenn ein Mann zu lange ohne seine Frau ist, wenn Ihr versteht. Es ist auch nicht gut, wenn eine Frau zu lange ohne ihren Mann ist. Pardon, ich benötige meinen Fächer. Ich war in den heutigen Niederlanden, in den Gebieten des Deutschen Reiches. Und, dieses ist übrigens ebenfalls von der Geschichte unterdrückt worden, ich war in England. Dort war ich als Unterhändlerin, so würdet Ihr das vielleicht nennen, meines Gatten. Oh, zu dieser Zeit waren wir noch nicht verheiratet. Deshalb reiste ich offiziell als Begleitung der Schwägerin des Königs. Der englische König war ihr Bruder, außerdem war er der Cousin des Königs. Die Verhandlungen verliefen zufriedenstellend, mein Gatte ist allerdings bis heute der Meinung, der englische König habe bei dieser Gelegenheit ein Auge auf mich geworfen. Ich kann das nicht nachvollziehen, aber in dieser Hinsicht müsstet Ihr meinen Gatten fragen. Oder besser nicht.


Lorai: Ihre Heirat mit König Louis XIV war ja nicht geplant. Wurden Sie in Ihrer Jugend von Ihren Eltern einem anderen Mann versprochen? Und wenn ja, was ist aus ihm geworden? 


Königin: Nein, geplant kann man meine Ehe sicherlich nicht nennen. Für mich ist sie ein Traum, von dem ich nicht glaubte, dass er sich erfüllen würde. Ihr wisst ja, dass mein Gatte einige Zeit nach unserer ersten Begegnung die spanische Infantin heiraten musste. Als ich an den Hof kam, war er verheiratet - für mich Grund genug, ihm auszuweichen. Nicht mit Erfolg, wie man sieht. Aber eine Bestimmung muss ihre Erfüllung finden. Nun, sagen wir es ohne Umschweife: meine Familie war arm. Mein Vater ist ein wundervoller herzensguter Mann, doch das Geld zerrann unter den Fingern. Mir übrigens auch, wenn mein Gatte nicht aufpassen würde, aber das ist ein anderes Thema. Deshalb war meine Mutter über meine Geburt auch entsetzt. Eine Tochter bedeutet immer finanzieller Aufwand. Schließlich bringt sie keine Mitgift ein, sondern man muss sie für sie aufbringen. Meine Mutter hat sich bereits zu meiner frühesten Jugend den Kopf darüber zerbrochen, wie sie mich wohl unter die Haube bringen könnte. Hinzu kam, dass mein Vater starb, als ich sieben Jahre alt war. Pardon, wir müssen für einen Augenblick aussetzen. Sein Tod bekümmert mich noch immer. Ich habe ihn damals gefunden, müsst Ihr wissen. Donc, continuons. Meine Fassung habe ich zurückgewonnen. Nach dem Tod meines Vaters habe ich meine Stimme verloren. Es gab keine Worte für das, was ich empfunden habe. Meine Mutter konnte mit der seltsamen stillen Tochter nichts anfangen und schickte mich ins Kloster. Oui, vraiment. Die Schwester meines Vaters war Äbtissin, und ich muss sagen, dass ich die Ruhe und den Frieden dort genossen habe. Manchmal ist die Geschichte sehr ironisch, nicht wahr? Ich habe mir tatsächlich überlegt, dort zu bleiben. Doch auch dies scheiterte am Geld. Denn auch Klöster nehmen ihre Novizinnen nicht umsonst auf. Pardon, ich schweife ab. Ich versuche mich kurz zu fassen. Nun, ich kehrte zu meiner Mutter zurück, und sie verschaffte mir eine Anstellung. Ich war Gesellschafterin der Princesse Marguérite. Sie war eine Cousine des Königs, das Schloss in Blois war nicht allzu weit von meiner Heimat entfernt. Nicht allzu weit von uns wuchs der Vicomte de Braguelongue auf, ihr kennt ihn unter dem Namen Bragelonne. Monsieur Dumas hat ihn in einem Roman wieder zum Leben erweckt. Es gibt ihn wirklich, er ist keine Fiktion. Meine Mutter hätte eine Verlobung mit dem Grafensohn gerne gesehen. Und ich? Ich hatte Angst davor. Er war ein netter Junge, aber, nun ja. Meine Mutter hat mir immer vorgeworfen, eine Romantikerin zu sein. Wisst Ihr, ich habe sie manchmal mit meinen Vorstellungen zur Verzweiflung gebracht. So habe ich immer gesagt, dass ich nur dann heiraten würde, wenn ich mein Herz geben könnte. Nun. Das habe ich schlussendlich auch getan, nicht wahr? Die Familie des Vicomte lehnte die Ehe im übrigen ab, weil die La Vallières arm waren. Ich war so erleichtert! Mit dem Jungen ist nichts dramatisches geschehen. Er heiratete irgendwann die Frau, die seine Eltern für ihn vorgesehen hatten. Allerdings ist er noch einmal am Hof erschienen, als er erfahren hatte, dass ich, äh, den Avancen des Königs nachgegeben hatte, und hat mir eine schreckliche Szene gemacht. Idiotischerweise habe ich außerdem seine Briefe aufgehoben, weil ich alles aufhebe. Durch Eingriff einer weniger freundlichen Person diese Briefe in die Hände des Königs. Daraufhin hat er mir eine schreckliche Szene gemacht.


Lorai: Liselotte von der Pfalz hat gegen Sie intrigiert. Aus heutiger Sicht könnte man sagen, die Dame war hyperaktiv und eine Mobbing-Queen. Wie würden Sie in der heutigen Zeit gegen so jemanden vorgehen? 


Königin: Hyperaktiv! Was für ein drolliger Ausdruck. Ich glaube, er passt sehr gut. Eine interessante Frage. Wie würde ich gegen sie vorgehen. Ich glaube, ich würde versuchen, sie zu ignorieren und ihr aus dem Weg zu gehen. Sie noch zu füttern, führt wahrscheinlich zu wenig Ergebnis. Genauso wenig wie damals. Aber ich muss sagen, dass es mich trotz allem jedes Mal getroffen hat. Als Königin lernt man, vieles still zu erdulden. Man setzt die passende Miene auf und täuscht Gleichgültigkeit vor. Doch natürlich war ich das nicht, ich habe des nachts häufig in den Armen meines Gatten geweint. Die Duchesse ist eine merkwürdige Frau. Viel geschrieben hat sie, vor allem Briefe, in denen sie mir nicht gerade freundliche Worte gab. Einiges von dem, was sie berichtet hat, ist schlicht nicht zutreffend. Mich würde interessieren, ob es die Originale heute noch gibt. Unverfälscht, meine ich. Offensichtlich hat man ja viele Dokumente angepasst. Diverse Briefe, die aus meiner Hand stammten, gelten nun offenbar als die unseres Kindermädchens. Pardon, die Herzogin. Als wir in unseren alten Tagen Marly dem Trianon vorzogen, hat sie das Trianon übernommen. In gewisser Weise wollte sie haben, was ich habe. Doch sie hat sich immer nur an Gütern orientiert. Und so gewinnt man nicht das wichtigste: die Liebe. Nun, meine Waffe, wenn man das so nennen kann, war schon immer die Feder. Auch ich habe geschrieben. Und diese Dokumente gibt es. Sie sind in der Welt, man muss sie nur finden. Meine Autorin macht das schon richtig, dass sie diese Spielchen, die wir damals verbergen mussten, offenlegt. Der Welt zeigt, wie die Dame tatsächlich ist.


Lorai: Die Kardinäle Richelieu und Mazzarin wollten damals mit allen Mitteln an die Macht. Sie sind sehr katholisch. Wie sehen Sie die Kirche aus heutiger Sicht? Würden Sie ihr vertrauen?


Königin: Das muss ich lachen. Ich sage von mir immer, dass ich urkatholisch bin. Heißt, ich habe mich sehr mit dem Glauben der frühen Christen auseinandergesetzt. Er weicht von dem unserer Zeit in weiten Teilen ab. Der urkatholische Glaube ist in vielen Dingen richtig. Doch man darf ihn nicht mit der Kirche verwechseln. Es ist wie überall, wo wir auf Hierarchien stoßen. Es geht um Macht. Damals habe ich mich gern aus dem Schloss geschlichen, um einen einfachen simplen Gottesdienst in einer Kirche der Umgebung zu hören. Denn die Gottesdienste im Schloss waren Anbiederung. Meinem
Gatten war das zuwider. Er reagierte auf seine eigene Weise: er ließ die Anteile der Predigt massiv kürzen und in der Zeit Musik spielen. Deshalb geht es so wundervolle sakrale Werke aus unserer Zeit. Und, verratet das nicht weiter ;-) sehr häufig haben wir mit geschlossenen Augen da gesessen, weil wir geschlafen haben. Einzelnen Personen würde ich in jedem Fall vertrauen. Und der aktuelle Papst macht mir einen sehr vertrauenswürdigen und klugen Eindruck. Aber vergesst eines nicht: auch ich habe die Truhe sehen dürfen, die die Geheimnisse der Könige von Frankreich enthält. Einige Geheimnisse betreffen auch die Kirche. Oder den ein oder anderen Orden. Staatsgeheimnisse können sehr weitreichend sein.


Lorai: Dem Buch von Louise Bourbon ist zu entnehmen, dass Sie eine sehr selbständige Frau mit einem eigenen Willen waren. Wie hat der König reagiert, wenn Sie sich ihm widersetzt haben? 


Königin: Mademoiselle, Eure Fragen amüsieren mich! Ich glaube, das bin ich immer noch! Nun, es hing stets davon ab, ob ich den König oder den Ehemann widersprochen habe. Niemals hätte ich dem König in der Öffentlichkeit widersprochen, das gehört sich nicht. Das heißt aber nicht, dass er sich meine Meinung nicht einige Stunden später gefallen lassen musste. Auseinandersetzungen sind übrigens ihm ein Gräuel. Und sein Kammerdiener war ihm, sagen wir, sehr ergeben. Er warnte meinen Gatten stets vor, wenn er fürchtete, ich könne noch ein wenig in Rage sein. Ich kenne die Geheimgänge aber ebenso gut wie er. Überdies bin ich überzeugt davon, Mademoiselle, dass er es nicht schätzt, wenn man ihm allzu sehr nach dem Mund redet. Oder ihn sogar anlügt. Das ist eines der schlimmsten Dinge, die man tun kann. Wenn ich ihm stets gehorcht hätte, hätte er sich gelangweilt. Und Langeweile ist nicht unbedingt gut für eine Ehe. Sagen wir, ich bin immer für eine Überraschung gut. Ich muss aber hinzufügen, dass er besonders in unsere ersten Zeit den Umgang mit Auseinandersetzungen noch lernen musste. Er neigte dazu, seine Meinung kund zu tun, und mit einem c'est dit die Diskussion zu beschließen. Doch der Streit unter Liebenden ist schließlich keine politische Angelegenheit. Das war nichts, was mir gefiel. Ich bin meist sanftmütig, aber dies versetzte mich einmal so sehr in Ärger, dass ich eine Vase nach ihm geworfen habe.


Lorai: Ihr Gemahl heiratete, trotzdem er Sie bereits kannte. Später haben Sie seine Avancen angenommen. War dieses Handeln mit Ihrer Erziehung vereinbar?


Königin: Oh, natürlich nicht! Ich sagte es, als ich am Hof eintraf, war er bereits verheiratet. Ich war fest entschlossen, ihn als das zu betrachten, was er ausschließlich für mich sein durfte: mein König. Er suchte meine Nähe, ich entzog mich. Ich wollte ihn nicht nah sein, denn mein verräterisches Herz ließ sich nicht von der Vernunft fesseln. Zweimal bin ich tatsächlich geflohen, einmal zu meiner Mutter, einmal in ein Kloster. Klöster scheinen wesentliche Meilensteine in meinem Leben zu sein. Doch beide behielten mich nicht, Mademoiselle, und irgendwann... War ich nicht mehr in der Lage, zu widerstehen. Ich habe es tatsächlich versucht. Ich sagte ihm nach meiner Rückkehr, er dürfte mich nicht mehr sehen, er dürfe für mich nicht mehr sein als mein König, und er fiel vor mir auf die Knie und sagte: liebe mich, oder ich muss sterben. Sein Tod erschien mir keine gute Wahl, ich bin auch eine gute Untertanin. Mademoiselle, ich liebte ihn vom ersten Augenblick an, mehr als mich selbst, und diese Liebe hört niemals auf. Ich liebte ihn, ich liebe ihn, ich werde ihn immer lieben.


Lorai: Madame, Sie wurden einmal ins Kloster verbannt. Dies für längere Zeit. Hatten Sie nie den Gedanken, von dort zu flüchten und diese Schikane auf Ihre Weise zu beenden? 


Königin: Oh nein, niemals. Mademoiselle, ich sagte bereits, ich bin keine schlechte Untertanin. Diese Frau hat mit ihrer Erpressung das gesamte Königreich bedroht. Den König selbst. Den König und den Mann, den ich liebe. Um ihn zu schützen hätte ich noch ganz andere Dinge ertragen. Zudem: sie hat ja auch meine Kinder bedroht. Wisst ihr, was das mit dem Herz einer Mutter anstellt? Von meiner Autorin weiß ich, dass man mir unterstellt hat, eine schlechte Mutter zu sein. Ein Herz zu haben, in dem nur Platz für den König allein sei. Was für ein Unsinn, die Liebe einer Mutter ist doch eine
andere als die einer Gattin. Als mein Junge, mon petit Louis, bei den Schlachtfeldern sein Leben lassen musste, habe ich das gespürt. Und ich meinte, weinte, bis wir die Botschaft erhielten, dass es so war. Da hatte ich keine Tränen mehr, und man hat mir Kaltherzigkeit unterstellt. Nein. Und meine nachgeborenen Kinder, meine armen Kinder galten als die ihren. Natürlich musste ich Angst um meine Kinder haben. Pardon, mein Gatte legt Wert darauf: unsere Kinder. Als meine Einsamkeit im Kloster ein Ende hatte, ließ es sich auch leichter tragen. Wobei da natürlich die Angst eine Rolle spielte, unsere Feindin könnte das entdecken. Dies und die Kinder, die ich dort geboren habe. Für den geliebten Mann, für meine Kinder habe ich all das ertragen. Sollte ich gleiches mit gleichem vergelten? Niemals, man heilt kein Unrecht dadurch, dass man Unrecht begeht.


Lorai: Sie wurden von Ihrer Umgebung, wie man heute sagt, gemobbt und mit Intrigen überzogen. Gab

 

es jemanden, der Ihnen geholfen hat?


Königin: oh ja, einige! Der König stand natürlich immer auf meiner Seite. Zudem Colbert. Ja, der große Colbert. Die meisten kennen ihn lediglich als Finanzintendanten des Königs. Aber er war auch mein Freund. Er und seine Frau, eine wunderbare warmherzige Person. Sie und ich, wir kommen aus der gleichen Heimat, wisst Ihr, auch, wenn sie um einiges älter war als ich, war sie doch eine Freundin. Die erste Frau des Bruders des Königs, die Princesse Henriette. Wahrscheinlich für viele auch erstaunlich: der Dauphin, der Sohn des Königs aus erster Ehe. Natürlich liebt er seine Mutter, das ist auch gut und richtig so, aber er liebt auch mich als seine Stiefmutter. Und wenn die Umstände anders gewesen wären, wären die Königin und ich vielleicht von Anfang an freundschaftlich verbunden gewesen. Als ich im Kloster war, einte uns der gemeinsame Wunsch, dass dieses grausame Spiel endlich enden möge. Und uns einten einige Geheimnisse, die wir miteinander geteilt haben. Später, einige meiner Kinder. Louis Auguste, der immer wusste, dass ich seine Mutter bin. Und insbesondere unsere Tochter, Marie Anne. Das Mädchen fürchtet sich vor nichts und niemand. Noch einige mehr, die ich noch nicht nennen möchte, weil sie ihre Bedeutung noch erhalten werden.


Lorai: Ihr Verhältnis zu Ihrer Schwiegermutter, Anne d’Autriche, war nicht sehr erfreulich? Wie gut kamen Ihre Kinder mit der Grossmutter aus? Mochte Ihre Tochter Marie-Anne sie?


Königin: ich glaube, wenn ich sage, damals hat sie mich gehasst, dann habe ich nicht übertrieben. Mittlerweile sehe ich einiges mit anderen Augen. Ich glaube, es war kein Hass, es war Trauer. Ich glaube mittlerweile auch, dass sie ihren Sohn aufrichtig liebt, ihre beiden Söhne natürlich, dies aber nicht zum Ausdruck bringen konnte. Sie wusste ja um die Abkunft des Königs, und es war ihr immer wichtiger, ihn zum König zu machen, als ihn Kind sein zu lassen. Und, um es vorsichtig zu sagen, sie war Wachs in den Händen des Kardinals. Als sie dann sah, wie ihr Sohn mir seine unverbrüchliche Liebe schenkte, ihr aber lediglich Respekt entgegengebrachte, da war sie eifersüchtig. Und traurig. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich glaube, dass sie das gegen Ende ihres Lebens sehr bedauert hat. Ihre Enkel hat sie leider nie kennen gelernt. Sie starb ungefähr neun Monate vor der Geburt von Marie Anne. Ich sehe Euch grinsen, Mademoiselle! Ja, manche nahmen an, sie sei das Ergebnis meiner Versuche, den König über den Verlust seiner Mutter hinweg zu trösten. Unnötig, er war nicht traurig. Aber genau das machte ihm zu schaffen, er war niedergeschlagen, weil er um seine eigene Mutter nicht trauern konnte. Marie Annes ältere Geschwister haben wir ihr vorenthalten, weil wir die Wut und den Zorn der Königinmutter gefürchtet haben. Ich glaube, die Königin Mutter sah in uns, wie sich die Geschichte wiederholte. Sie selbst war in ihrer eigenen Ehe nicht sonderlich glücklich und warf sich mit Freuden in die Arme des Kardinals. Auch über seine Herkunft wissen wir ja Bescheid, und natürlich war das nicht standesgemäß. Ebenso wenig wie ich. Ich war auch nicht standesgemäß. Dem König war das gleichgültig. Merkwürdigerweise glaube ich, dass Marie Anne und ihre Großmutter einiges gemeinsam haben. Vielleicht möchtet Ihr auch mit den beiden sprechen. 


Lorai: Welches Gespräch würden Sie heute mit Ihrer Schwiegermutter führen? Und würden Sie die Dame aus Altersgründen bei sich aufnehmen.?


Königin: Aus Altersgründen? Sehr amüsant, Ma chère! Gut, versetzen wir uns in diese Situation. Ja, ja, das würde ich. Wisst Ihr, Ihr nennt uns Geister, aber wir haben eine ganz eigene Welt. Glaubt ihr, ich wäre hier ohne meinen Gatten an meiner Seite? Oh, bitte. Seine Liebe macht die Ewigkeit zu einem Geschenk. Meine Schwiegermutter und ich haben uns ausgesprochen. Sagen wir, wir nähern uns einander an. Ich bin die Frau ihres Sohnes, ich bin die Königin von Frankreich durch seine Hand. Das gutzuheißen, gelingt ihr mittlerweile. Und sie bedauert die Ehe mit dem Kardinal zutiefst. Reue ist etwas, das nicht nur auf eure Welt beschränkt ist. 


Lorai: Nach dem Tod könnte man seine wohlverdiente Ruhe erwarten. Sie treffen jedoch als Geist sämtliche Widersacher wieder. Ist es nicht etwas mühsam, diese Leute nicht loszuwerden?


Königin: Nun, ich sagte, Ihr nennt uns Geister. Mein Gatte sagte ja bereits, dass er sich sehr lebendig fühlt. Bis ins Mark, sagt er glaube ich. Oder war es bis ins Glied? Man weiß es bei ihm nicht ganz genau. Und genau deshalb habt Ihr recht, es ist in der Tat ein wenig erschöpfend. Zumal die Herrschaften nicht ganz glücklich sind, dass ihre Machenschaften aufgedeckt werden. Oder sie in der ein oder anderen Geschichte sogar gefressen werden.


Lorai: Eine ganz wichtige Frage betrifft Süssigkeiten. Gab es diese damals schon in einem verwendbaren Ausmass und wie standen Sie zum Genuss in diesem Sinne?


Königin: Süßigkeiten, das ist in der Tat eine ausgesprochen wichtige Frage! Oh, Ma chère, zum Glück gab es sie! Dank der Spanier am Hof kannten wir Schokolade, zum Essen, zum Trinken, Kuchen, ganz besonders im Kuchen! Marzipan, Nougat. Crèmes, richtige, selbstverständlich, nicht dieses englische Zeug, das Ihr Pudding nennt. Das ist ja dégoutant. Tartes. Desserts. Geröstetes und Kandiertes. Oh, es gab köstliche Dinge! Einen Augenblick. Ich glaube, ich muss meine Autorin bitten zu essen, und an diese Geschmäcker zu denken. Bon. Besonders gerne habe ich diese Dinge gegessen, wenn mein Leib ohnehin gerundet war. Vielleicht glaubte ich, es würde dann nicht auffallen. Manchmal hat mich selbst nachts der Heißhunger so sehr gepackt, dass ich mich in die Küche geschlichen habe. Ich habe angenommen, mein Gatte habe das nicht bemerkt. Einmal bin ich, es war noch in unseren ersten Zeiten, Versailles war noch sehr klein und wir waren fast allein, zu den Kammern geschlichen, weil mich Hunger erfasst hatte. In der Dunkelheit stürzte ich, es geschah nichts schlimmes, aber ich habe wohl aufgeschrien. Nun, natürlich habe ich meinen Weg fort gesetzt, von solchen Kleinigkeiten lasse ich mich nicht aufhalten. Als ich zurückkehrte und mich still wieder auf meine Seite legen wollte, erklang die Stimme meines Gatten in der Dunkelheit: und? Hat es geschmeckt? Ich war, sagen wir, ein wenig verlegen. Ihr müsst wissen, Man beschreibt mich in den Büchern immer als sehr dünn. Als ich an den Hof kam, stimmte das. Aber ich war hungerdünn, anders kann man das nicht sagen. Am Hof gab es selbst für weniger gut gestellte Angestellte wie ich eine war eine ausgesprochen gute Versorgung. Allerdings habe ich mich da sehr zurück gehalten, meine Mutter fürchtete, jemand könne erahnen, in welcher misslichen Lage wir uns befanden. Der König hingegen, wenn er mich zum Essen bat, sorgte stets dafür, dass meine Lieblingsgerichte darunter waren. Und ich konnte wirklich nicht widerstehen. Ihm nicht, und den Speisen auch nicht.


Lorai: Wenn Sie heute Königin wären, würden Sie den Geheimdienst unterstützen oder verbieten? 


Königin: Welchen Geheimdienst genau? Sagen wir: für die Regierung eines Staates ist er nahezu unerlässlich. Auch, wenn es nicht schadet, ab und an ein paar falsche Informationen zu hinterlassen. Auch dort sitzen Menschen, denen man nicht unbedingt trauen kann.


Lorai: Welchen Beruf würden Sie heute wählen? 


Königin: Ehefrau und Mutter. Wirklich, ich liebe es, das zu sein. Es heißt doch nicht, dass ich nicht mehr denken kann. Und das Schreiben, es hat mir immer Freude bereitet, ebenso wie meiner Autorin. Was sie macht, finde ich im übrigen ausgesprochen interessant. Sie macht Informationen haltbar, sorgt dafür, dass sie gespeichert werden und nicht verloren gehen. Mit Blick auf meine Geschichte finde ich das faszinierend. Königin? Nicht mehr in eurer Zeit. Es sei denn, mein Gatte würde sich entschließen, König sein zu wollen. Aber dann wird es ganz sicher keine konstitutionelle Monarchie sein, das kann ich Euch versichern. Aber mit den politischen Vorgängen eurer Zeit beschäftigen wir uns nicht gern. Sie machen uns zu sehr Bauchschmerzen. Pardon, Mademoiselle, Ihr seid Schweizerin, aber wir sind dennoch überzeugt, dass der Großteil der Menschen nicht weiß, was gut für sie ist, und dass sie deshalb geleitet werden müssen. 


Lorai: Ihre Majestät, Sie sind inzwischen ein Geist. Wie oft sind Sie noch in Frankreich respektive Versailles? Oder hat das für Sie keine Bedeutung mehr?


Königin: Um meinen Gatten zu zitieren: ich fühle mich sehr lebendig, vielen Dank! Oh, oft! Es ist doch unser zu Hause. Und Frankreich wird immer unser Land sein, egal, was dort vorgeht oder welche politische Form es derzeit hat. Frankreich gilt unsere ganze Liebe, Versailles ebenfalls. Besonders amüsant ist es, sich an die Fersen meiner Autorin zu heften, insbesondere dann, wenn sie respektlose Touristen zur Rede stellt. Oder den Fahrer eines dieser neumodischen Geräte, ich glaube, ihr nennt das Traktor, fragt, aus welcher Epoche denn dieses Gerät sei?


Lorai: Sie haben im Jenseits König Ludwig II von Bayern sowie Königin Marie-Antoinette kennen gelernt. Ist der Bayernkönig wirklich ein wenig irre und ist die Königin tatsächlich eher oberflächlich? 


Königin: Mademoiselle, wenn ich nun lache, liegt das daran, dass nichts ferner ist, als den bayerischen König irre zu nennen. Er ist meiner Autorin übrigens auch sehr dankbar. Denn sie erzählt ja nicht unsere Geschichte, sondern in gewisse Maße ja auch die Seine. Der bayerische König ist ein sehr intelligenter, charmanter, aufmerksamer Mann. Mehr darf ich nicht hinzufügen, es erweckt das Stirnrunzeln des meinen. Der König neigt dann immer ein wenig zur Eifersucht. Ich bitte Euch, der Bayern König. Abgesehen davon, dass mein Herz auf ewig meinem Gatten gehört und ich eine treue Ehefrau bin, was soll ich denn mit einem so jungen Mann? Die Königin Marie Antoinette ist im übrigen auch alles andere als oberflächlich. Sie ist eine kluge Frau, sehr warmherzig, die ihrem Gatten in Liebe zugetan ist und noch immer darüber trauert, was ihren Kindern zugestoßen ist. Mit dem Verbleib ihres Sohnes hat sich meine Autorin übrigens auch befasst und kann da auch Antworten liefern. Man muss leider sagen, Mademoiselle, dass die Geschichte meist nicht sonderlich gerecht mit ihren Vorfahren umgeht. Meist wird sie wegen irgendwelcher Interessen umgeschrieben oder verborgen. Oder verbogen. Meine Autorin möchte deshalb auch die Geschichte die Königin Marie Antoinette erzählen. Auch hier gebe ich Euch die Anregung, die beiden einfach selbst zu befragen. 


Lorai: Die nächste Frage stellte ich auch dem König. Ich möchte aber unbedingt auch Ihre Antwort dazu. Meine Autorin Le. Alex Sax lässt regelmässig die Widersacher von Ihnen und Ihrem Mann explodieren oder fressen. Seit Neuestem werden sie auch zu Fliegen. Befürworten Sie das oder würden Sie eine andere Möglichkeit der Beseitigung wählen?


Königin: Mein Gatte weiß insbesondere das Explodieren zu schätzen, nicht wahr? Ich muss gestehen, ich bin nicht so blutrünstig. Nun, Mademoiselle, lasst mich ganz offen sprechen. Ich hätte damals sicherlich wenig schöne Möglichkeiten gehabt, mich meiner Widersacher zu entledigen. Ich tat es nicht, wir taten es nicht. Aber wir glauben an eine höhere Gerechtigkeit - an eine Antwort. Die etwas blutrünstige Feder Eurer Autorin ist diese Antwort. An dieser Stelle möchte ich Euch, Mademoiselle, übrigens sagen, dass Ihr über Eure Autorin überaus glücklich sein könnt. Mittlerweile finden wir uns regelmäßig in Eurer Welt ein, um die Geschichten Eurer Autorin zu lesen - wir finden sie nämlich ganz köstlich und das Schreiben der Dame ganz vorzüglich. Insbesondere mein Gatte hätte manchmal große Lust, diese Geschichten zu kommentieren. Diese Geschichten sind also ein Vergnügen über die Generationen. 


Lorai: Ihre Majestät, Sie haben eine reizende Autorin, die ihr Leben Ihnen gewidmet hat. Was möchten sie ihr gerne sagen? Was soll sie noch schreiben?


Königin: Unbedingt, dass ich ihr tief dankbar bin. Ich weiß, dass sie schwere Zeiten erfahren hat, als sie das Buch geschrieben hat. Einige ihrer Quellen weigerten sich rund heraus, genannt zu werden, und andere schlugen die Tür vor der Nase zu, als sie hörten, dass es um ein Buch ging. Manch einer hat ihr wenig freundlich erklärt, sie möge ihr Projekt fallen lassen. Sie hat es nicht getan. Sie tut es nicht. Was sie noch schreiben soll? Die Fortsetzung unserer Geschichte. Die der Königin Marie Antoinette. Des bayerischen Königs. Und ich glaube, eine Geschichte meiner Tochter könnte durchaus ihren Reiz haben.


Lorai: Ihre Majestät, damit sind wir am Ende des Interviews. Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Offenheit und Ihr Erscheinen in meiner Welt. Ich entbiete meine untertänigsten Grüsse. Natürlich nur, falls man das zu Ihrer Zeit so sagte. Falls ich Fehler gemacht habe, dann lehne ich als kleine Protagonistin jegliche Haftung ab. Das könnte sonst teuer werden. Ihr Gemahl, der König hat mir zwar versichert, dass er mich nicht verklagt, aber ich wollte nochmals sichergehen.


Königin: Oh, Ma chère, meine Ehe wurde 1684 geschlossen, zumindest die offizielle. Ich habe in meinem Trauspruch Gehorsam gelobt. Merkwürdig, ich höre gerade meinen Gatten lachen. Gleichgültig, damit werde ich mich später befassen. Aber natürlich gelten noch immer die damals herrschenden Gesetzmäßigkeiten. Zumindest für mich. Wie Monsieur Molière in seiner Schule der Ehefrauen schon bemerkte: der Ehemann ist auch der Seigneur. Ich kann niemanden verklagen, weil ich das Einverständnis meines Gatten bräuchte. Gut, das könnte ich ihm entlocken, eine kluge Frau weiß, wie man dem Ehemann die eigenen Wünsche so nahebringt, dass er glaubt, es seien seine eigenen, aber seid diesem Fall bitte ganz unbesorgt. Sein Wille ist der meine. Wenn er nicht klagen möchte, möchte ich das auch nicht. Oh, ich danke Euch! Ganz reizend, die betreffenden tatsächlich selbst zu befragen. Und da mein Gatte entschieden hat, in dieser Welt zu bleiben, um unserer Autorin auf die Finger zu sehen, wie er sich auszudrücken beliebte, bleibe ich auch. Wo er ist, da bin auch ich.


Nachtrag von Le. Alex Sax: Sehr geehrte Majestäten, ich werde Lorai wohl noch ein wenig arbeiten und Interviews machen lassen. Das ist zu interessant, um aufzuhören. Ganz herzlichen Dank für die Mühe. Es war mir ein Vergnügen, den Text lesen zu dürfen.

 
Le. Alex  Sax

Diese Seite enthält Werbung in Form von Rezensionen, Verlinkungen , Empfehlungen oder Links auf Verkaufsportale, die im Text oder in Bildern hinterlegt sind.