Louise Bourbon - Wer bin ich...

 

Mein Name ist Louise Bourbon, und ich habe französische Wurzeln. Frankreich ist das Land, das die Geschichte beherbergt, die für mich zur Faszination und Leidenschaft wurde und meinen Lebenslauf bis heute bestimmt. 

 

Mein Leben orientiert sich weniger an Daten, sondern an dieser besonderen Lebensweise, die in eine dunkle Zeit führt. Es ist das Gefühl der Wahrheit und Echtheit, das mich inspiriert und antreibt. Aus diesem Grund habe ich schon mit jungen Jahren gerne gelesen. Es war der Hunger nach der Welt. Speziell der Geschichtsunterricht hätte es mir angetan, wenn er denn nicht trockener gewesen wäre als manche Staubschicht in Versailles. Das war übrigens in Deutschland und Frankreich das gleiche. 

 

Die Geschichte hat so viel mehr zu bieten als nur Daten auswendig zu lernen. Aber wie ich in meinem Buch im Vorwort schon bemerkte, hat alles seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit. Daran glaube ich nicht nur, das erlebte ich schon in der Jugend. 

 

Eines verregneten Nachmittags, ich war fünf, vielleicht sechs Jahre alt, blätterte ich in einer Übersicht zur Weltgeschichte, das ich der umfangreichen Bibliothek meiner Großmutter entnommen. Bei ihr habe ich viele Nachmittage verbracht, und ihr war es auch wichtig, dass ich die französische Sprache erlerne, so dass sie sie mir von früher Kindheit an beigebracht hat. Diese Liebe habe ich behalten.

 

Ich saß gerne bei ihr, auch, wenn sie anderes zu tun hatte, und blätterte durch ihre Schätze. So auch am besagten Tag. Ich muss dazu noch sagen: meine Großmutter hat nie eingeschränkt. Sie hat nie gesagt: das kannst oder darfst du nicht lesen. Sie war immer der Meinung, wenn sich ein Buch nicht eignet, dass man es dann schon nicht weiterlesen oder weiter ansehen wird.

 

An eben diesem Nachmittag hatte ich mir diese Chronik der Weltgeschichte ausgesucht, das Buch besitze ich übrigens heute noch. Ich blätterte also durch, mehr zufällig, wenn man an einen Zufall glauben will, und blieb bei einer ganz bestimmten Seite hängen. Auf dieser Seite gab es lediglich ein Portrait zu sehen, man ahnt es, es war das des Königs. Dieses Bild  schlug mich in den Bann. Es fesselte mich so sehr, dass ich nicht wegsehen konnte. Ich saß wirklich einfach da und starte es an. Irgendwann fragte ich dann meine Großmutter: wer ist das? Und meine Großmutter sprach die ersten Worte über den großen König Louis XIV, den man  in späteren Jahrhunderten auch den Sonnenkönig genannt hat.

 

So hat es angefangen. 

 

Einige Jahre gab sie mir  ein Buch in die Hände, dass vom Sonnenkönig, Louis le Grand, erzählte. Nun packte mich auch die Geschichte. Dieser Mann faszinierte mich sofort unendlich. Ich begann, weitere Texte und Bilder zu diesem großen Herrscher zu suchen, was sich zu der Zeit als nicht ganz einfach erwies. 

 

Aber als ich dann endlich das weitere Bilder in den Händen hielt und direkt in das Gesicht aus der Geschichte blickte, war meine Faszination endgültig erwacht. Im nun täglichen Umgang mit dem großen König bemerkte ich mit der Zeit, dass einige Fakten nicht stimmen konnten, wenn man die Texte und die Bilder verglich. Damit wuchs mein Interesse, das Geheimnis zu lüften. Ich wollte seine wahre Geschichte, ausserhalb der offiziellen Geschichtsschreibung, erfahren. Von diesem Zeitpunkt an war der König meine Inspiration und die Quelle täglicher Neugier, die mich neben meinem Beruf begleitete. Ich machte mich auf den langen Weg, das Leben dieses Mannes aufzuzeichnen. Damit begannen meine Recherchereisen nach Frankreich. Ich besuchte Versailles, den Louvre und viele andere Orte wie das großartige Paris. Ich fand dabei immer mehr Belege und Fakten, die die aktuelle Geschichtsschreibung Lügen straften. Meine Neugier und auch der Wunsch, die Wahrheit zu kennen, führten mich immer tiefer ins Frankreich von Louis XIV, dem Sonnenkönig. 

 

Dabei traf ich auch auf seine vergessene Königin, Louise de la Vallière, die von ihren Gegnern aus der Geschichte gelöscht und diffamiert wurde. Die Ergebnisse der Recherchen und mein Gespür führten mir dabei sowohl die Täter, wie auch die Opfer eindeutig vor Augen. Am Ende der Arbeit zu meinem Buch «Die Sonnenkönigin – Frankreichs vergessene Königin» war klar, dass die offizielle Geschichtsschreibung mehr als versagt hatte. Interessanterweise sind die heutigen Historiker scheinbar auch nicht an einer Klärung interessiert. Zumindest nicht, was die Geschichtsbücher betrifft. Dafür hege ich in dieser modernen Zeit keinerlei Verständnis, und mein Bedürfnis, dies öffentlich zu machen, wurde immer grösser. Aus diesem Grund forsche ich nun schon seit über zwanzig Jahren in der französischen Geschichte. Dabei kommt immer mehr zu Tage, dass diese Geheimnisse auch auf Herrscher anderer Länder übergreifen. 

 

Im übrigen habe ich alle im Buch gennannten Orte besucht. Teilweise sind sogar ganze Kapitel dort entstanden: im Spiegelsaal, in der Galérie d'Apollon, auf der Place des Victoires...

 

Und ich probiere alles aus. So hat mich - eine weitere blödsinnige - Behauptung gestört, nämlich, dass man sich nicht gewaschen hätte. Nach einiger Recherche war ich dann informiert über barocke Waschriten und probierte das aus: ich stellte also einen Zuber ins Bad, füllte den jeden Morgen mit warmem Wasser, nahm die selbst gekochte Seife und die große Serviette und begann - zum Amusement des Gatten - mit der Waschung. Was soll ich sagen: man stinkt nicht, nur weil man sich in/an einem Zuber wäscht. 

 

So wird aus meinem Buch eine Reihe, Band zwei ist in Bearbeitung, zudem ein Märchenbuch mit den historischen Märchen Perraults. 

 

Diese Arbeit ist mir eine Passion und Freude geworden, die schon lange mehr als nur ein Bedürfnis ist. Deshalb betreibe ich auch meine Blogs. 

 

Außerdem lebe ich, was ich schreibe. Ich mache beispielsweise barocken Tanz, nenne eine Menge Kostüme mein eigen und spiele Cembalo. Die Tragödien Racines  rühren mich noch immer zu Tränen, und meine Nachbarn können mit Sicherheit die französischen Opern mitsingen.

 

Dazu habe ich das ausserordentliche Glück, einen Mann an meiner Seite zu haben, der meine Interessen und Leidenschaften teilt. Mein Mann ist meine Lebensquelle, die mich stützt und schöpferisch wirken lässt. Ich hoffe, dass ich mein Leben lang schreiben und Geheimnisse aufdecken kann, natürlich mit meinem Mann an meiner Seite. Deshalb sei mir zum Schluss die Bemerkung erlaubt, dass der Lebenslauf eines Autors aus Buchstaben besteht, die den Weg, wie Lichter in der Dunkelheit, weisen. Auf diesen Pfad möchte ich auch meine Leser mitnehmen, um ihnen ein Erlebnis zu schenken, wie es nur Bücher können.

 

Dies war die erste Version. Die zweite? Ich bin 300 n. Chr geboren, mehrfach wiedergekehrt und war in einem meiner Leben Louise. Und da mir die mir widerfahrene Ungerechtigkeit nicht passt, bin ich wieder hier und erzähle, wie es wirklich war. So, nun könnt Ihr entscheiden. 

 

Wer mehr über mich wissen möchte, schaut hier - meine Facebook Seiten würden sich übrigens über Likes freuen ;-) https://www.facebook.com/ReyneSoleil/
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Wer meine Blogs besuchen möchte:

 

Unser Frankreich-Deutschland Blog mit Reiseberichten, historischen Informationen, Bildern, Kochrezepten  https://louisetlouisedefrance.com

 

Der Blog zum Buch:

 

https://lareynesoleil.com


Und der recht neue Blog zum Lesen, in dem ich auch Bücher und Autoren vorstelle - wenn das mit der Beststeller-Autorin nichts wird, werde ich Mäzenin. 

 

https://louiseliest.wordpress.com