Lorais Leseprobe - Plüsch

 

Stille.

Des Gummiliebhabers Stahlaugen streiften drohend ihr Gesicht. Jetzt fand sie den Kerl nur noch unheimlich. Gefährlich leise sprach er weiter.

»Das Zuckerpüppchen stiess sich in der Badewanne den Kopf und ist abgesoffen. Mein Haus war bis gestern geschlossen, da die Bullen mich wegen Mordverdachts eingebuchtet hatten.«

Sie starrte ihn mit offenem Mund an.

»Natürlich habe ich die Alte nicht erschlagen«, schnaubte Beat verächtlich. »Ein Mord in der eigenen Wohnung ergibt wenig Sinn!«

Er sah ihr tief in die Augen. »Da gibt es sauberere Alternativen«, flüsterte er.

Lorai wünschte sich in dem Augenblick das Schiesseisen ihres Ex-Chefs zurück.

 

Die Wut wich tiefer Beklemmung. Sie stand mutterseelenallein mit einem mutmasslichen Frauenmörder in diesem unterirdischen Klub. Konnte sie flüchten?

Beat versperrte breitbeinig den Ausgang. Das Unterfangen wäre im Moment chancenlos. Um ihn bei Laune zu halten, beschloss sie mitzuspielen und stellte harmlose Fragen. Lorai hoffte, damit ein unauffälliges Verhalten an den Tag zu legen.

 

 

***

 

»Gäbe es die Wahl zwischen Beat und einem stinkenden Molch, dann nähme ich den Adonis, falls ich mir meinen persönlichen Killer aussuchen könnte. Sonst befällt mich vor dem Tod noch die Krätze«, feixte Lorai. »Gutes Aussehen benötigt ja nur wenig Hirnzellen.«

»Ja«, antwortete Peppone nachdenklich, »es geht nichts über saubere Leichen, die ihre Klappe halten. Gründlich gewaschen können sie wunderbar eingeäschert werden.«

  

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