Fantasy - Paul le Grand und die Vampirkatzen

 

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Paul le Grand hat eine Vorgeschichte aus der Vampirin Louise (aus meiner Feder):

 

 

Kapitel 9 - Wiedergeboren

 

und

 

 Kapitel 10 - Die Geister, die ich rief 

 

 

 

 

 

 

 

Vampire im Pool

 

Kaum öffnete Louise die Tür ihres Hauses, hörte sie den Krach auch schon. Er kam aus dem Kellergewölbe unter dem Haus.

 

Sie stürzte hinunter und sah das Wasser im Pool, in wilden roten Wellen, um sich schlagen. Darin schwamm vergnügt Marie-Anne, die mit ihren kleinen Vampirhaien Katzen jagte.

 

Die warf ihr Medea, das Kindermädchen, immer wieder jubelnd ins Wasser. Kaum hatte ihre Tochter eine angebissen, überliess sie den Rest den Vampirhaien und eine neue Katze kam geflogen. Das Wasser war inzwischen nicht nur blutrot, sondern es schwammen überall Fellteile herum.

 

Louise schmunzelte. Ihre Tochter war bereits sehr aktiv. Eine richtige Vampirin, genau wie die Mama. Sie liebte das.

 

 

 

Paul le Grand

 

Knurrend sass Paul vor der Glasscheibe, die vom Pool in den Garten hinausführte. Sein Herz blutete jedes Mal, wenn er sah, wie wieder eine Katze  angebissen wurde. Und es waren Baby-Katzen, die sich nicht wehren konnten. Er musste sich etwas überlegen. Paul drehte um und ging erstmal nach Hause. Er musste dringendst schlafen.

 

Zu Hause angekommen, legte er sich in sein Körbchen und streckte mutlos die Pfoten von sich. Dann döste er langsam in unruhige Träume hinein.

 

Sie hob den Kopf und sah direkt in die tiefgrünen Augen einer schwarzen Katze, die sie vorsichtig beschnupperte. Dann fuhr ihr das Tier mit der rauen Zunge über das Gesicht und leckte an dem herabrinnenden Blut. Wütend schlug sie mit der Hand nach dem Tier und richtete sich auf. Louise stand inmitten der Männerleichen, die sie gerade gerissen hatte, noch ein Herz in der Hand und starrte auf das Katzenvieh, dass sie bei ihrer Mahlzeit störte. Der Kater hatte eine weisse Färbung am Kopf, die aussah, wie eine Krone. Louise wurde misstrauisch und näherte sich der Kreatur. Da drehte der Wind und sie roch es. Merlinea! Der Geruch war eindeutig und kam aus dem Fell dieser kleinen Bestie.

 

Der Kater drehte den Kopf zu ihr, so als wolle er sie auffordern, mitzukommen. Dann tappte er, die Schnurrhaare aufgerichtet, auf eine grosse Öffnung in der Pyramide zu, die sich gerade bildete. Vorsichtig folgte ihm Louise, immer das Gebilde im Auge behaltend.

 

Sie sah genau hin und erkannte Katzen. Tausende von Katzen. Mitten unter ihnen war der Kater, der sie im Auftrag des Kardinals, hierhergeführt hatte. Nun wusste sie, wer er war. Paul, der König der Vampirkatzen. In der Literatur wurde er auch Paul le Grand genannt, weil er the First Cat von Kardinal Richelieu war. In Louise begann das Grauen das Rückenmark hochzusteigen. Sie war in der Höhle der Schattenkatzen gelandet. Die Brut frass nur ein Futter, nämlich weibliche Vampire im gebärfähigen Alter. Entsetzt schaute sie sich um, aber es gab keinen Fluchtweg. Die Grillen hatten die Pyramide vollständig geschlossen und Merlinea konnte auch nicht helfen. Sie lag immer noch in der Kugel. Paul hatte sie eingeschläfert.

 

Die Katzen begannen sich zu strecken und falteten ihre Fledermausflügel aus. Während des ganzen Prozesses beobachteten die Tiere ihr Opfer. Dabei lief ihnen der Geifer langsam aus dem Maul, aus dem plötzlich lange, spitze Reisszähne hervorstachen. Louise sah noch, wie der Kardinal in die Hände klatschte und damit ein matschiges Geräusch hervorrief, weil er die äusserste Schicht Fliegen zerquetschte. Dann stob die Meute mit einem einzigen Schrei in die Luft und stürzte sich zähnefletschend auf Louise. Sie spürte den ersten Biss schmerzhaft an ihrem Arm, mit dem sie die Augen schützte, als ein lauter Donner durch die Pyramide fuhr und augenblicklich alles in einem Feuerschwall explodierte. 

 

Mit einem Zucken wachte Paul erschrocken auf. Was hatte er da geträumt?  Er wusste, dass der Traum Realität war, denn er hatte besondere Fähigkeiten. Als Katzenkönig konnte er Distanzen und Zeit geistig überbrücken.

 

Eines war ihm zumindest klar. Es gab einen Kater, der in seinem Namen Gräueltaten beging. Paul sprang aus seinem Körbchen. Er hatte keine Zeit mehr. Es musste gehandelt werden. Sofort!

 

Er rannte unter das Sofa, legte sich auf den Bauch und konzentrierte sich auf Merlinea. Nicht lange und er war bei ihr.

 

 

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